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Schachverein Faurndau

Die Geschichte des Schachvereins Faurndau

 

1946-1948


Am 1.März 1946 trafen sich in der Gaststätte Hirsch in Faurndau die Gründer der Abteilung Schach innerhalb des Vereins für Kultur- und Körperpflege. Bei der Gründungsversammlung waren 16 Mitglieder anwesend, die Erwin Lazarek zum Ersten Vorstand und Spielleiter wählten. Das Amt des Zweiten Vorstands übernahm Richard Muchenberger. Heinz Dorn wurde zum Kassier und Schriftführer gewählt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Erwin Dick.


In dieser schweren Zeit, kurz nach Kriegsende, war es eine beachtliche Leistung, eine Schachgruppe auf die Beine zu stellen. Wenn man sich nur die schwierige Ernährungslage Deutschlands vorstellt, war es ein Wunder, dass jemand an das "Königliche Spiel" dachte. Als am 25. März 1946 der damalige Schachweltmeister Alexander Aljechin starb, wurde es in den Notzeiten kaum beachtet. Die Lage verschlechterte sich noch im Winter 1946/47. Für die Bevölkerung war kein ausreichender Brennstoff vorhanden und der tägliche Kaloriensatz betrug weniger als 1300.


Aber die Faurndauer Schachfreunde überstanden auch diese Zeit. Schon im April 1946 wurde mit dem ersten Turnier begonnen. Von 21 Teilnehmern trug Schachfreund Georg Pick mit 36 Punkten den Sieg davon. Am 7. September 1946 fand die Siegerehrung statt. Durch großzügige Spenden erhielt jeder Teilnehmer einen Preis. Im anschließenden Blitzturnier siegte Adolf Bührle. Im Juli 1946 hatte bereits ein Freundschaftskampf gegen den Göppinger Schachverein an 13 Brettern stattgefunden. Faurndau unterlag mit 5,5 : 7,5. Beim Rückkampf am 12.10.1946 siegte Göppingen deutlich mit 11,5 : 4,5. Im November 1947 wurde der Schachverein Plochingen mit 12,5 : 11,5 besiegt. In den Kreismannschaftskämpfen in der Kreisklasse A spielte Faurndau 2 Wettkämpfe. Gegen die Mannschaft aus Eislingen gab es ein 4:4 Unentschieden und gegen die dritte Mannschaft aus Göppingen einen 5:3 Sieg. Die weitere Durchführung musste von der Kreisspielleitung wegen Neuorganisierungen abgesagt werden. Am 17. Juli 1948 wurde ein Freundschaftsspiel gegen den Schachverein Uhingen knapp mit 6:5 gewonnen. Beim Rückkampf am 31. Juli 1948 musste sich Faurndau mit 6:9 geschlagen geben. Dafür konnten 2 Freundschaftsspiele gegen den Schachverein Jebenhausen mit 7,5 : 2,5 bzw. 9,5 : 1,5 gewonnen werden. Man sieht daran, dass zur damaligen Zeit rege Schachaktivitäten stattfanden.